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Der im Januar verstorbene Ökonom Roland Baader hat im Jahr 2004 die gegenwärtige Finanzkrise detailliert vorausgesagt. Über die kommende Entwicklung sagte Baader in einem Gespräch mit Smart Investor 2010: «Was wir in den letzten Jahrzehnten im papierenen Kreditrausch vorausgefressen haben, werden wir in den nächsten Jahrzehnten nachhungern müssen». Leider folge die politische Radikalisierung der Verarmung auf dem Fuss. Sogar grosse Kriege würden wieder denkbar.

Auf die Frage nach der idealen Welt, sagt Baader: «Unternehmen wären eher kleiner, es wären viel, viel mehr als heute». Dies jedoch ohne Verzicht auf Grosskonzerne für die Produktion von Flugzeugen, Eisenbahnen, Autos. «Sobald jedoch die Konzerne, allen voran die Finanzkonzerne mit der politischen Klasse verschachtelt sind, entsteht ein Gefüge von ungeheurer Macht». Nötig sei darum ein Minimalstaat, mehr Konkurrenz und wieder gedecktes Geld, so dass keine gewaltige Rüstung mehr finanziert werden kann und grosse Kriege verhindert werden. Im Blick auf das Stichwort «Nachhaltigkeit» meint Baader: «Die ökologischen Horrorszenarien sind Quasireligionen, mit denen die Menschen erpresst und im Dienst der Macht in Angst und Schrecken versetzt werden sollen».

Befreit zum Geben. In der Zeitschrift Faktum 2/12 schreibt Dr. Ingo Resch, Verleger der grossen Werke Baaders im Resch-Verlag: «Die christliche Botschaft hat Baader als eine Lehre vom Geben verstanden, und nicht als ein Zwangssytem vom Teilen.» Das setze Eigentum voraus. Die christliche Botschaft sei Quelle des Rechts, der Gerechtigkeit und der Moral. Verantwortung sei immer privat und an die Person gebunden. In Baaders jüngstem Buch «Geldsozialismus» zeigt er die Amoralität des staatlichen Schuldenmachens auf und warnt vor einer Politik, die einen Brand mit Benzin zu löschen versucht mit immer neuen und noch höheren Schulden. Baader: «Wenn der Bürger oder Eigentümer-Unternehmer Schulden macht, muss er dafür haften - bis hin zum Verlust aller Vermögenswerte. Wenn der Staat Schulden macht, haften dafür andere: Die Steuerzahler und Inflationsopfer.» Wann werden die verantwortlichen Politiker und Wirtschaftskapitäne die einleuchtenden Thesen des Volkswirtschafters und Sozialphilosophen Baader, der 16 Bücher schrieb, beachten?

 

Kunst der Kommunikation: «Ehrlichkeit ist unabdingbar!»

«Zuhören und Hinhören!» Das sei die Grundlage von professioneller Kommunikation erklärt Beatrice Tschanz, ehemalige Kommunikations-Verantwortliche der Swissair in einem Interview mit Meta Zweifel in der Zeitschrift Leben und Glauben. Im Blick auf den Spruch: «Wer einmal wulfft, dem glaubt man nicht - und wenn er auch die halbe Wahrheit spricht», meint Beatrice Tschanz:
Totale Transparenz gebe es nicht. «Aber Ehrlichkeit, die muss es geben!» Die Wahrheit komme schliesslich doch ans Licht; die Glaubwürdigkeit sei dann verloren. Wer nicht ehrlich sein könne, würde lieber schweigen. Salamitaktik sei die schlechteste aller Strategien. Vertrauen und Glaubwürdigkeit könne man nicht herbeireden. Man müsse sie erarbeiten.

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