Ich finde es einen guten Ansatz, in der Schule die verschiedenen Religionen zu behandeln. Damit aber echte Allgemeinbildung vermittelt wird, soll der Lehrer - ob er an die Inhalte glaubt oder nicht - die wichtigsten Unterschiede klar heraus stellen. In vielen Religionen wird gefordert, Gott, Vater und Mutter zu ehren, Gutes zu tun und sich gegen Unsittlichkeit zu wenden. Dies nicht nur im Christentum, sondern auch im Islam gemäss dem Koran, der aber gegen Nichtgläubige zu Gewalt aufruft. Demgegenüber lehrte Jesus Christus Gewaltlosigkeit, ja Feindesliebe. Er ist der einzige Religionsstifter, der von sich behauptete, er sei Gottes Sohn und sterbe zur Vergebung der Sünden der Welt. Dies ist ja auch der von ihm erklärte Grund, warum er Mensch geworden ist. Das dürfte an den Advents- und Weihnachtsfeiern vermehrt zum Ausdruck kommen. Auch die Voraussage, dass Christus wiederkommen werde. Advent heisst ja Ankunft. Wir feiern die Ankunft Christi vor 2000 Jahren, seine Gegenwart durch seinen Geist, wie auch die verheissene Wiederkunft als Erlöser aus den immer schwieriger werdenden Weltzuständen.

Wie lernen wir das Christentum kennen?

Carl Hilty, 1833-1909, führender Staatsrechtler, Geschichtsforscher und Nationalrat schreibt:
"Wenn du dich einmal ernstlich an das Lesen der Bibel wagst, was stets das weitaus beste Mittel ist und bleiben wird, das Christentum kennen und schätzen zu lernen, dann rechne zuerst mit deiner Schwachheit, und lies nicht weiter, sobald dir etwas gänzlich uninteressant oder unverständlich vorkommt. Es ist ohne Zweifel gut, alle Schriften der Bibel zu kennen, aber das Evangelium des Johannes ist dasjenige, das die innere Natur des Christentums am besten enthüllt. Fang also mit diesem Evangelium an."